Organisation

Die Regeln des Shinkiryu Aiki Budo

Stand: überarbeitete Fassung vom 10.06.18

Regelüberblick des Shinkiryu Aiki Budo
Stand: 10. 06. 2018

Einführung
Die Regeln des Shinkiryu Aiki Budo beschränken sich auf das Notwendigste. Ein etwaiger
Konfliktfall sollte soweit wie möglich durch ein Gespräch gelöst werden. Auch die
vollkommenste Regel deckt nicht alle Situationen des realen Lebens ab.
Shinkiryu Aiki Budo ist eine selbständige Stilrichtung des Aiki Budo und integriert die
Techniken von Aikido und Daitoryu Aiki Jujutsu neben den vom Leiter selbst entwickelten
Techniken sowie die Schwertführung, die von der Ittoryu-Tradition inspiriert ist, sowie
verschiedene Atemi-Formen.

1. Mitgliedschaft
Jeder, der die unter „Was ist Shinkiryu Aiki Budo?“ enthaltenen Intentionen unterstützt oder
praktiziert, kann Mitglied des Shinkiryu werden. Hierzu ist die Shinkiryu-Beitrittserklärung
auszufüllen und abzugeben. Mit dem Beitritt werden Richtlinien und Ziele des Shinkiryu Aiki Budo
(beschrieben in „Was ist Shinkiryu Aiki Budo?“) anerkannt. Grobe Verstöße dagegen berechtigen die
Leitung zum vorübergehenden oder endgültigen Ausschluss des betreffenden Mitgliedes. Dies gilt
auch, wenn ein Mitglied auf eine Graduierungsempfehlung ohne triftige Gründe länger als 2 Monate
nicht reagiert hat.
Um eine Graduierung zu erhalten, muss man im Falle von Aikido und Daitoryu mindestens 3 Monate
vorher in unseren Verband eingetreten sein, bei Itto-den Shinki Toho mindestens 1 Jahr vorher.
Traditionell ist es üblich und eine korrekte Geste, dass man in den Verband sofort eintritt, wenn man
die dort vertretene Richtung bei einem Verbandstrainer übt. Dadurch zeigt man seinen Willen, nicht
nur zu lernen, sondern auch den Verband zu unterstützen. Unsere Regel ist also eine Kompromiss-
Lösung. Bei Shinki-Toho entspricht die erste Graduierung etwa dem ersten Dan von Aikido bzw.
Daitoryu. Daher ist die Pflicht-Wartefrist länger, wenn auch dies ebenso ein Kompromiss ist.

2. Das Zentral-Dojo
Das Zentral-Dojo des Shinkiryu Aiki Budo ist z.Z. das Shinki-Dojo in Schöntal-Oberkessach in
Deutschland. Es ist kein Verein im rechtlichen Sinne, sondern eine selbständige Budo-Schule, deren
Leiter gleichzeitig der Leiter des Shinkiryu-Verbandes insgesamt ist. Das heißt, Mitglieder der lokalen
Vereine, die sich dem Shinkiryu anschließen wollen, treten direkt dem Verband bei. Daher muss auch
eine etwaige Kündigung nicht nur beim örtlichen Verein sondern auch beim Verband
(info@shinkiryu.de oder susanne.nakajima@gmail.com) eingereicht werden, es sei denn, man möchte
Verbandsmitglied bleiben (z.B. weil man den Wohnort wechselt, aber weiterhin trainieren möchte,
oder weil man nicht mehr aktiv trainiert, aber die Ziele des Verbands weiterhin unterstützen möchte).

3. Der Begründer und Leiter
Begründer des Shinkiryu Aiki Budo ist Michael Daishiro Nakajima (Aikido Shinki Rengo Leiter,
Shihan und Daitoryu Aiki Jujutsu Europa Repräsentant, Shihan, sowie Itto-den Shinki Toho, Hoshu),
geb. 09. 11. 1943 in Tokyo. Es ist üblich, den Leiter einer Stilrichtung Soke zu nennen. Der Doshu (=
Weghaupt) des Shinkiryu Aiki Budo ist Shinki selbst. Der Soke kann auch von der Graduierungsregel
des Shinkiryu abweichend Graduierungen von Mitgliedern vornehmen.

4. Graduierung
Im Shinkiryu Aiki Budo bestehen folgende Möglichkeiten von Graduierungen: in den drei
Teildisziplinen Aikido, Daitoryu Aiki Jujutsu und Itto-den Shinki Toho jeweils gesondert, sowie
darüber hinaus im Shinkiryu Aiki Budo eine Gesamtgraduierung.
Eine Graduierung dient der Orientierung, damit man um den eigenen Entwicklungsstand weiß und des
richtigen Lehrers (mit der entsprechenden Graduierung) in etwa sicher sein kann. Das Gewicht bei der
Graduierung wird auf das lebendige, tatsächlich effektive Ki gelegt. Damit eine Graduierung aber
nicht nur eine Äußerlichkeit ist, ist jedes Mitglied gehalten, sich regelmäßig in der Meditation zu
üben.
Die Graduierungen in einer anderen Stilrichtung des Aiki Budo werden zwar berücksichtigt, aber nach
Shinkiryu Maßstab neu bewertet, besonders wenn es um die Dan-Graduierung geht. Es wird auf die
Effektivität der Techniken als Kampfkunst sowie auf die Bereitschaft zu geistiger Schulung geachtet.
Die Ausführung der Graduierung in den drei Teildisziplinen findet man in den entsprechenden
Webseiten:
www.shinkirengo.de
www.daitoryu-bokuyokan.de
www.shinki-toho.de

神氣流合気武道 位階 Grade des Shinkiryu Aiki Budo
発士 Hosshi
Jemand, der sich entschlossen auf den Weg macht.
Setzt sowohl im Aikido als auch im Daitoryu mindestens 1. Dan und im Shinki-Toho Shoden voraus.
行士 Gyôshi
Jemand, der den Weg hingebungsvoll geht.
Setzt sowohl im Aikido als auch im Daitoryu mindestens den 3. Dan und im Shinki-Toho Chûden
voraus.
練士 Renshi
Jemand, der seine Schüler/innen offiziell trainieren darf.
Setzt sowohl im Aikido als auch im Daitoryu den 4. Dan, sowie im Shinki-Toho Okuden voraus.
教士 Kyôshi
Jemand, der seine Schüler/innen offiziell lehren darf.
Setzt sowohl im Aikido als auch im Daitoryu den 6. Dan sowie im Shinki-Toho Jun-menkyo voraus.
範士 Hanshi
Jemand, der für seine Schüer/innen ein großes Vorbild ist.
Setzt sowohl im Aikido als auch im Daitoryu den 7. Dan Shihan und im Shinki-Toho Hon-menkyo
voraus.
道士 Dôshi
Jemand, der sich mit dem Weg einte.
Setzt im Aikido den 7. Dan Shihan, im Daitoryu den 8. Dan Shihan und im Shinki Toho Menkyokaiden
voraus.
宗家 Sôke
Der Gesamtleiter. Er steht außerhalb der Graduierung.
Eine Shinkiryu-Graduierung wird nur vom Soke erteilt.

5. Kleidung
Die Übungskleidung hilft, Übungsatmosphäre zu schaffen. Unsere Übungskleidung ist ein
gewöhnlicher weißer Judo-Anzug (jap.: Dogi) mit Hakama (= eine Art Hosenrock). Jeder kann
bei uns den Hakama tragen, wie es der Samurai-Tradition entspricht. Auch ästhetisch ist es
schöner, mit Hakama zu üben. Die Farbe des Hakama ist schwarz oder dunkelblau.
Ein Daitoryu-Shihan und ein Shinkiryu-Hanshi und -Doshi sowie der Soke tragen einen blauen
Dogi. Jedes Mitglied kann auf dem Koshiita des Hakama das Kikyo-Zeichen (Familienwappen
des Nakajima-Clans) besticken lassen.
Im Aikikai-Honbu-Dojo oder beim Aikikai-Lehrgang ist es aber üblich, dass nur die Dan-
Träger/innen Hakama tragen.
Bei den Daitoryu-Lehrgängen im Bokuyokan Honbu in Muroran/Japan dürfen nur diejenigen
ab dem 4. Dan aufwärts Hakama tragen. Bei den Daitoryu-Lehrgängen in Deutschland dürfen
alle ab dem 1. Dan Hakama tragen. Die blaue Jacke ist nur dem Shihan vorbehalten.
Beim Shinki-Toho sollte möglichst (spätestens zur Prüfung zum Shoden) jeder die blaue
Kendo-Jacke und den blauen Hakama tragen, wenn das Training nicht mit Aikido oder
Daitoryu kombiniert ist.

6. Kündigung:
Ein Mitglied des Shinki Dojo Oberkessach kann bis zum 15. des Monats zum 1. des nächsten
Monats kündigen. Alle anderen Mitglieder können jederzeit bis zum Ende (31. 12.) des
jeweiligen Jahres zum 1. des nächsten Jahres kündigen. Die Kündigung sollte bitte an
folgende Adresse gerichtet werden:
Susanne Nakajima
Brunnenberg 14
74749 Rosenberg
Tel. 06295-607
susanne.nakajima@gmail.com
WICHTIG: Eine Kündigung bitte nicht an die Adresse des Shinki-Dojo Oberkessach richten,
weil das Dojo nur zu Trainingszeiten besetzt ist. Aus diesem Grund wird auch ein an das
Shinki Dojo adressiertes Einschreiben nicht berücksichtigt, weil es einen Fahrt-Aufwand von
mehr als einer ganzen Stunde bedeutet, um es in einer entlegenen Postfiliale abzuholen.
gez.: Michael Daishiro Nakajima (Stand: 10. Juni 2018)